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Das ist der Inhalt aus dem Content-Block »Hallo Welt!«

1. Finanzierung des ÖPNV

Das bisherige Modell der  ÖPNV- Finanzierung ist  vor dem Hintergrund sinkender Querverbund-Erlöse des WSW-Gesamtkonzerns nicht mehr tragfähig. Mit dem Vorschlag zur Einführung eines solidarischen Bürgertickets  wurde eine Möglichkeit  einer nachhaltigen Finanzierung des derzeitigen ÖPNV-Angebotes, zuzüglich  notwendiger Leistungsausweitungen aufgezeigt.

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei zur nachhaltigen , dauerhaften Finanzierung des ÖPNV ergreifen?

 

AntwortJede Leistung hat ihren Preis. Bei den WSW ist es so, dass ein großer Verwaltungsapparat und Fehlentscheidungen – insbesondere was die Schwebebahn angeht – den Preis je Personenkilometer unnötig in die Höhe getrieben haben. Das heißt, die WSW mobil GmbH muss konkurrenzfähig werden, damit die Preise sinken. Dementsprechend ist diese Stadttochter zu reformieren. Hinzu kommt, dass auch andere Anbieter im ÖPNV zugelassen werden müssen. Damit steigt das Angebot und durch die Konkurrenz können die Preise auch niedrig bleiben. Das wäre dann auch der Zeitpunkt, um über ein Bürgerticket eine Entscheidung im Rat der Stadt herbeizuführen.

 

2. Döppersberg

Der neue ZOB Döppersberg verursacht  durch seine abseitige  Lage und  den  damit verbundenen umständlichen Betriebsablauf Reisezeitverlängerungen für die Fahrgäste von bis zu 10 Min. und  betriebliche Mehrkosten von  etwa 4-5 Mio.-€ jährlich, die aktuell durch verkehrlich nicht angezeigte  Leistungskürzungen an anderer Stelle erwirtschaftet werden müssen.

Welche Maßnahmen wird Ihre  Partei ergreifen um die äußerst unbefriedigende Situation für Fahrgäste und Verkehrsbetrieb deutlich zu verbessern?

 

Antwort: Zunächst einmal brauchen wir eine Busspur auf der B7, solange die Schwebebahn außer Betrieb ist. Die Haltestellen müssen an der B7 liegen. Dann muss man über das Streckennetz prinzipiell noch einmal nachdenken. Ich hätte gerne, dass die Bürgerinnen und Bürger in einer App angeben, welche Strecken sie wann fahren wollen. Dementsprechend wäre das Busnetz anzupassen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir zusätzlich noch die S-Bahn- Linien haben. Wer also schnell von Oberbarmen nach Vohwinkel will, der muss gar nicht den Bus nehmen. Wegen der Topographie in Wuppertal wäre es sinnvoll, dass die Buslinien jeweils die zentralen Haltpunkte im Tal von Süden und Norden kommend im Pendelverkehr ansteuerten. Die Talachse ist für den Busverkehr an sich nicht so geeignet, da wir dort zwei schnelle Achsen, die Schwebebahn und die S-Bahn, haben.

 

3. Elektrifizierung der Busflotte:

Der Green City Plan sieht zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitgehend elektrischen Betrieb der Busflotte vor. Zur Versorgung der neuen Brennstoffzellen-Busse reicht jedoch die Kapazität des Hydrolyseurs auf dem Gelände der MVA gerade einmal für höchstens 20 – 25 Standard-Busse aus bei einer Gesamtflotte von rd. 300 Bussen. Weiterer „grüner“ Wasserstoff steht absehbar nicht zur Verfügung oder wird auch für andere Anwendungen beansprucht. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommt u.E. für weitere Elektrifizierungsschritte nur eine Ausrüstung von Hauptstreckenabschnitten mit Fahrdraht und ein (Batterie-) Obusbetrieb wie in Solingen in Frage.

 

Wird sich Ihre Partei über das Wasserstoff – Pilotprojekt hinaus für weitere Elektrifizierungsmaßnahmen im Busverkehr einsetzen und welches System sollte dabei zum Einsatz kommen?

 

Antwort: Das Wasserstoff-Projekt hat den Stellenwert eines Feigenblattes. Der Personenkilometer ist nicht nachhaltig, da ca. 75% der eingesetzten Primärenergie durch die einzelnen Umwandlungsschritte (von Wärme zu Strom zu Wasserstoff zu Strom zu mechanischer Energie) verloren geht. Außerdem ist diese Energieverschwendung unnötig teuer. Ich habe
auch gehört, dass die eingesetzten Wasserstoffbusse nicht die erwartete Leistung bei Steigungen bringen. Alles in allem also kein zukunftsweisender Ansatz. Bei der Elektrifizierung setze ich mittelfristig auf die Einrichtung einer Straßenbahn mit Stromschienen.

 

4. Netzgestaltung Angebotspolitik

In zahlreichen Städten Europas existieren Konzepte, anstelle fehlender Straßen- und Stadtbahnen hochwertige Bussysteme gleicher Qualität auf ausgewählten Hauptachsen zu schaffen und dort Nachfrage zu  bündeln. Diese zeichnen sich  aus durch konsequente Beschleunigung, dichte Taktung (5,  max. 10 –Min.- Takt), hohe Zuverlässigkeit durch Busspuren und Ampel-Vorrangschaltung, sowie komfortable Fahrzeuge und Haltestellen aus. Damit können andererseits parallele, weniger nachgefragte Relationen teilweise in flexible Bedienungsformen  z.B. die neuen On-Demand-Systeme umgewandelt werden. Auch in  Wuppertal hatte es mit  dem  CE-Netz erste Ansätze zu einem solchen Premium-Netz gegeben.

Welche Vorstellungen hat Ihre Partei  zum Ausbau des ÖPNV und einem modernisierten Busangebot?

Antwort: Prinzipiell müssen wir von den Bussen mit Verbrennungsmotoren wegkommen und diese
durch Straßenbahnen ersetzen. Wenn man sich anschaut, wie das in Bordeaux oder Zürich
funktioniert, dann sieht man auch, dass ein solches System gestalterisch für den Stadtraum
enorme Vorteile birgt. Und natürlich müssen dann die Hauptstrecken per Straßenbahn
angefahren werden, mit barrierefreien Einstiegen und getrennt vom übrigen Verkehr. Ein
solches System wäre in der Lage, den Individualverkehr im Tal überflüssig zu machen.

Antwort: Wir teilen Ihr Ziel, dass wir in den nächsten 30 Jahren den Verkehr in der Stadt klimaneutral gestalten müssen. Wir halten es aber für offen, welchen Anteil der ÖPNV daran haben wird. Die Elektrifizierung aller Verkehrsträger in den kommenden Jahren und Digitalisierung der Mobilität bieten vielfältigste Chancen, Mobilität und Nachhaltigkeit miteinander zu versöhnen. Hier wollen wir dem Markt als Entdeckungsverfahren nicht vorgreifen, aber natürlich die entsprechenden Rahmenbedingungen für ein faires Miteinander und Mobilität für alle Bürger in unserer Stadt gewährleisten.

 

1. Finanzierung des ÖPNV

Das bisherige Modell der  ÖPNV- Finanzierung ist  vor dem Hintergrund sinkender Querverbund-Erlöse des WSW-Gesamtkonzerns nicht mehr tragfähig. Mit dem Vorschlag zur Einführung eines solidarischen Bürgertickets  wurde eine Möglichkeit  einer nachhaltigen Finanzierung des derzeitigen ÖPNV-Angebotes, zuzüglich  notwendiger Leistungsausweitungen aufgezeigt.

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei zur nachhaltigen , dauerhaften Finanzierung des ÖPNV ergreifen?

 

AntwortDas hohe Defizit der WSW mobil wird in nicht unerheblichem Maße durch die besonderen Aufwendungen für unser Wahrzeichen, die Schwebebahn verursacht. Wir setzen uns dafür ein, dass die Finanzierung dieses Teils nicht als Teil des ÖPNV, sondern gesondert erfolgt, verbunden mit einer separaten Finanzierung (idealerweise durch Bund und Land). Warum soll die Schwebebahn kein Unesco-Kulturerbe sein?  Für die Elektrifizierung halten wir innovative Forschungsprojekte für den besten Weg, eine möglichst hohe Zuschussquote zu erreichen. BOB Solingen mit seinem O-Busprojekt oder die sei Hamburger Hochbahn seien hier als positive Beispiele genannt.

 

2. Döppersberg

Der neue ZOB Döppersberg verursacht  durch seine abseitige  Lage und  den  damit verbundenen umständlichen Betriebsablauf Reisezeitverlängerungen für die Fahrgäste von bis zu 10 Min. und  betriebliche Mehrkosten von  etwa 4-5 Mio.-€ jährlich, die aktuell durch verkehrlich nicht angezeigte  Leistungskürzungen an anderer Stelle erwirtschaftet werden müssen.

Welche Maßnahmen wird Ihre  Partei ergreifen um die äußerst unbefriedigende Situation für Fahrgäste und Verkehrsbetrieb deutlich zu verbessern?

 

Antwort: Mit der Entscheidung für den Busbahnhof an seiner jetzigen Stelle wurden seinerzeit kurze Umstiegswege zur Bahn gegenüber längeren Fahrzeiten auf die Südhöhen priorisiert.  Im Rahmen einer von uns geforderten smarten Verkehrssteuerung halten wir eine gewisse Verbesserung der Reisezeiten für erreichbar. Die von Ihnen genannten betrieblichen Mehrkosten können wir so nicht nachvollziehen.

 

3. Elektrifizierung der Busflotte:

Der Green City Plan sieht zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitgehend elektrischen Betrieb der Busflotte vor. Zur Versorgung der neuen Brennstoffzellen-Busse reicht jedoch die Kapazität des Hydrolyseurs auf dem Gelände der MVA gerade einmal für höchstens 20 – 25 Standard-Busse aus bei einer Gesamtflotte von rd. 300 Bussen. Weiterer „grüner“ Wasserstoff steht absehbar nicht zur Verfügung oder wird auch für andere Anwendungen beansprucht. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommt u.E. für weitere Elektrifizierungsschritte nur eine Ausrüstung von Hauptstreckenabschnitten mit Fahrdraht und ein (Batterie-) Obusbetrieb wie in Solingen in Frage.

 

Wird sich Ihre Partei über das Wasserstoff – Pilotprojekt hinaus für weitere Elektrifizierungsmaßnahmen im Busverkehr einsetzen und welches System sollte dabei zum Einsatz kommen?

 

Antwort: Wir setzen uns dafür ein, dass die WSW in Zukunft konsequent nur noch elektrifizierte Fahrzeuge beschafft. Jetzt gibt es die entsprechenden Förderprogramme, die es zu nutzen gilt.  Nach unseren Informationen können mit der Kapazitäten der AWG bis zu 1/3 der Busse auf Wasserstoff umgestellt werden. Aber auch Elektrobusse halten wir für eine Option, da die Technologie auch in diesem Bereich rasante Fortschritte macht.

 

4. Netzgestaltung Angebotspolitik

In zahlreichen Städten Europas existieren Konzepte, anstelle fehlender Straßen- und Stadtbahnen hochwertige Bussysteme gleicher Qualität auf ausgewählten Hauptachsen zu schaffen und dort Nachfrage zu  bündeln. Diese zeichnen sich  aus durch konsequente Beschleunigung, dichte Taktung (5,  max. 10 –Min.- Takt), hohe Zuverlässigkeit durch Busspuren und Ampel-Vorrangschaltung, sowie komfortable Fahrzeuge und Haltestellen aus.

Damit können andererseits parallele, weniger nachgefragte Relationen teilweise in flexible Bedienungsformen  z.B. die neuen On-Demand-Systeme umgewandelt werden. Auch in  Wuppertal hatte es mit  dem  CE-Netz erste Ansätze zu einem solchen Premium-Netz gegeben.

Welche Vorstellungen hat Ihre Partei  zum Ausbau des ÖPNV und einem modernisierten Busangebot?

 

Antwort:

Wir haben uns vor zwei Jahren vergeblich für Klimaanlagen in den Bussen der WSW eingesetzt.

Der von Ihnen skizzierte Ausbau mit einem 5-10 min Takt ist u.E. nicht finanzierbar, lenkt u.E. aber auch die Anstrengungen in die falsche Richtung. Fast alle heute in Reallaboren rund um den Globus probierten Lösungen setzen auf flexible, kleinere Fahrzeuge. Eine einfache Taktverdichtung der heutigen Busflotte halten wir nicht für nachhaltig. Wenn sich On-Demand-Lösungen etablieren, werden Sie die heutigen Buslinien erheblich kannibalisieren. Wuppertal ist eine polyzentrische Stadt. Gerade hier haben On-Demand-Systeme große Vorteile gegenüber liniengeführten Lösungen.

1. Finanzierung des ÖPNV

Das bisherige Modell der  ÖPNV- Finanzierung ist  vor dem Hintergrund sinkender Querverbund-Erlöse des WSW-Gesamtkonzerns nicht mehr tragfähig. Mit dem Vorschlag zur Einführung eines solidarischen Bürgertickets  wurde eine Möglichkeit  einer nachhaltigen Finanzierung des derzeitigen ÖPNV-Angebotes, zuzüglich  notwendiger Leistungsausweitungen aufgezeigt.

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei zur nachhaltigen , dauerhaften Finanzierung des ÖPNV ergreifen?

Antwort: Das Bürger*innenticket für unsere Stadt ist Teil des Kommunalwahlprogramms der Wuppertaler GRÜNEN. Dieses Ticket sichert die Finanzierung des Bus- und Bahnangebots und bewegt die Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn. Es ermöglicht allen Bürger*innen ihr Recht auf Mobilität wahrnehmen zu können.
Unabhängig von ihrer finanziellen Situation oder körperlichen Einschränkungen. Außerdem wird so ein wirksamer Beitrag für weniger Autoverkehr, bessere Luft und mehr Klimaschutz geleistet. In einem ersten Schritt muss dazu auf Landesebene das Kommunale Abgabengesetz (KAG NRW) so geändert werden, dass die Erhebung eines monatlichen Solidarbeitrags durch die Stadt möglich wird. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass Wuppertal das solidarische Bürgerticket als Modellversuch/Pilotprojekt einführt. Hinzu kommt das wir durch Beschleunigungsfaktoren wie mehr Busspuren und bevorzugte Phasenschaltung an Ampeln den ÖPNV nicht nur attraktiver machen, sondern auch die Betriebskosten pro Fahrt dadurch senken wollen.

2. Döppersberg

Der neue ZOB Döppersberg verursacht  durch seine abseitige  Lage und  den  damit verbundenen umständlichen Betriebsablauf Reisezeitverlängerungen für die Fahrgäste von bis zu 10 Min. und  betriebliche Mehrkosten von  etwa 4-5 Mio.-€ jährlich, die aktuell durch verkehrlich nicht angezeigte  Leistungskürzungen an anderer Stelle erwirtschaftet werden müssen.

Welche Maßnahmen wird Ihre  Partei ergreifen um die äußerst unbefriedigende Situation für Fahrgäste und Verkehrsbetrieb deutlich zu verbessern?

 

Antwort: Auch wenn der neue Döppersberg einige Bausünden aus den Nachkriegszeiten behebt, ist und bleibt der ganze Bereich B7, Bahnhofstraße, Straße Döppersberg und Morianstraße eine für das Auto optimierte Gesamtplanung im gewaltigen Ausmaß.
Perspektivisch muss darum angestrebt werden die B7 entlang der Talachse auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, dies beinhaltet u.U. auch die komplette Beseitigung der B7 im Innenstadtbereich. Aus Sicht der Beschleunigung, Zuverlässigkeit, Taktung und Kosten des ÖPNVs, soll jedoch zuerst – auf Basis der Gleichberechtigung aller Verkehrsträger – der ZOB Döppersberg erheblich besser angebunden werden. Die vorhandene moderne Ampelsysteme sollen dazu (automatisch) die Bevorrechtigung des Linienbusverkehrs komplett ausschöpfen. Ein weiteres Element in der ZOB-Anbindung ist der konsequente Ausbau der Umweltspuren im gesamten Wuppertaler Stadtgebiet. Selbstverständlich muss dabei beachtet werden, dass Umweltspuren nur eine Übergangslösung darstellen können. Diese Spuren sind ein Kompromiss für sowohl den Rad- als auch den Linienbusverkehr, tragen jedoch durch ihre einheitliche Erscheinung maßgebend dazu bei, den Rad- und Linienbusverkehr zu fördern. Perspektivisch sollen die Außenbereiche über eigenständige Bustrassen und Rad(schnell)wege bis ins Stadtzentrum angebunden werden. Im Rahmen des Radverkehrskonzeptes wurden bereits in jüngster Vergangenheit neue Umweltspuren im direkten Umfeld des Döppersberg geschaffen, weitere neue Umweltspuren (z.B. zwischen Kasinostraße und Bahnhofstraße) folgten in der letzten Ratssitzung. Es ist darum sinnvoll diesen Weg weiter zu beschreiten und den Ausbau der Umweltspuren zeitnah voranzutreiben, zum Beispiel im Bereich Kluse und Richtung Universität.

 

3. Elektrifizierung der Busflotte:

Der Green City Plan sieht zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitgehend elektrischen Betrieb der Busflotte vor. Zur Versorgung der neuen Brennstoffzellen-Busse reicht jedoch die Kapazität des Hydrolyseurs auf dem Gelände der MVA gerade einmal für höchstens 20 – 25 Standard-Busse aus bei einer Gesamtflotte von rd. 300 Bussen. Weiterer „grüner“ Wasserstoff steht absehbar nicht zur Verfügung oder wird auch für andere Anwendungen beansprucht. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommt u.E. für weitere Elektrifizierungsschritte nur eine Ausrüstung von Hauptstreckenabschnitten mit Fahrdraht und ein (Batterie-) Obusbetrieb wie in Solingen in Frage.

 

Wird sich Ihre Partei über das Wasserstoff – Pilotprojekt hinaus für weitere Elektrifizierungsmaßnahmen im Busverkehr einsetzen und welches System sollte dabei zum Einsatz kommen?

 

Antwort: Die Elektrifizierung des Linienbusverkehrs ist nicht neu. Einige Systeme gibt es seit langer Zeit und funktionieren in ihren spezifischen Einsatzbereichen hervorragend.
Energieumwandlungsprozesse auf Basis von horrenden Abfallmengen, sind selbstverständlich mit Hinblick auf die Nachhaltigkeit kritisch zu hinterfragen. Gleichwohl ist die Klimakrise bereits da. Wir müssen jetzt neue Wege gehen, ohne genau zu wissen ob dieser Weg optimal ist. Ob die Stadt Wuppertal es sich leisten kann, Techniken auf Basis von Wasserstoff bewusst zu ignorieren, ist darum fraglich. Auch müssen mögliche Verschiebungen zwischen den Verkehrsträgern berücksichtigt werden, in dem mehr Wege mit dem Bus die Zahl der PKW-Fahrten reduziert. Getrennt von den technisch-bedingten Einsatzbereichen, wie z.B. Außentemperatur und Gefälle, sind die sogenannte „cradle-to-grave“ Vergleiche im Bereich Mobilität keine einfache Wissenschaft. Der fundierte Vergleich von Mobilität auf Basis von Li-Ionen-Akkus, Solarstrom oder Wasserstoff über längere Zeiträume ist darum oftmals noch unbekannt. Eher muss der Mobilität-Anspruch der Menschen im Rahmen der Trennung von Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort reflektiert werden, die seit 1950 durch die Massenmotorisierung der Bevölkerung entstanden ist.

 

4. Netzgestaltung Angebotspolitik

In zahlreichen Städten Europas existieren Konzepte, anstelle fehlender Straßen- und Stadtbahnen hochwertige Bussysteme gleicher Qualität auf ausgewählten Hauptachsen zu schaffen und dort Nachfrage zu  bündeln. Diese zeichnen sich  aus durch konsequente Beschleunigung, dichte Taktung (5,  max. 10 –Min.- Takt), hohe Zuverlässigkeit durch Busspuren und Ampel-Vorrangschaltung, sowie komfortable Fahrzeuge und Haltestellen aus.

Damit können andererseits parallele, weniger nachgefragte Relationen teilweise in flexible Bedienungsformen  z.B. die neuen On-Demand-Systeme umgewandelt werden. Auch in  Wuppertal hatte es mit  dem  CE-Netz erste Ansätze zu einem solchen Premium-Netz gegeben.

Welche Vorstellungen hat Ihre Partei  zum Ausbau des ÖPNV und einem modernisierten Busangebot?

 

Antwort: Im GRÜNEN Kommunalwahlprogramm wird ein attraktiver und günstiger ÖPNV als ein wichtiger Faktor für soziale Gerechtigkeit hervorgehoben. Vor allem der Busverkehr darf dabei nicht aus Kostengründen reduziert, sondern muss stattdessen ausgebaut werden. Auf allen wichtigen Achsen müssen die Busse im Stadtgebiet im 10-Minuten-Takt verkehren. Die Busnetze in NRW entsprechen teils nicht den modernen Mobilitätsansprüche der Pendler*innen. Die Wege zwischen Arbeitsstätte und Wohnort werden länger und die PKW-Nutzung nimmt dadurch zu. Das Prinzip der getrennten Netzpläne für einzelne Kommunen entspricht darum nicht länger dem tatsächlichen Mobilitätsverhalten. Die Buslinien müssen darum hoch-getaktet über längere Distanzen geplant werden. Sie verkehren dabei innerhalb von Wuppertal wie die bisherige Stadtbuslinien, haben aber z.B. ihren Startpunkt in Schwelm oder Remscheid. Zwischen den Ballungsgebieten sollen neue eigenständige Bustrassen einen kreuzungsarmen und zuverlässigen Busbetrieb gewährleisten. Ein derartiges Liniennetz vermeidet unnötige Zeitverluste für Fahrgäste, erfordert jedoch eine andere Betriebsstruktur der Stadtwerke innerhalb des VRRs.

1. Finanzierung des ÖPNV

Das bisherige Modell der  ÖPNV- Finanzierung ist  vor dem Hintergrund sinkender Querverbund-Erlöse des WSW-Gesamtkonzerns nicht mehr tragfähig. Mit dem Vorschlag zur Einführung eines solidarischen Bürgertickets  wurde eine Möglichkeit  einer nachhaltigen Finanzierung des derzeitigen ÖPNV-Angebotes, zuzüglich  notwendiger Leistungsausweitungen aufgezeigt.

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei zur nachhaltigen , dauerhaften Finanzierung des ÖPNV ergreifen?

 

Antwort:Die Linke fordert in ihrem Kommunalwahlprogramm das Bürgerticket zur nachhaltigen Finanzierung und Stärkung des ÖPNV. Die Maßnahmen für die Einführung eines Bürgertickets müssen sozial ausgewogen gestaltet werden.

 

2. Döppersberg

Der neue ZOB Döppersberg verursacht  durch seine abseitige  Lage und  den  damit verbundenen umständlichen Betriebsablauf Reisezeitverlängerungen für die Fahrgäste von bis zu 10 Min. und  betriebliche Mehrkosten von  etwa 4-5 Mio.-€ jährlich, die aktuell durch verkehrlich nicht angezeigte  Leistungskürzungen an anderer Stelle erwirtschaftet werden müssen.

Welche Maßnahmen wird Ihre  Partei ergreifen um die äußerst unbefriedigende Situation für Fahrgäste und Verkehrsbetrieb deutlich zu verbessern?

 

Antwort: Die Analyse teilen wir. Wir werden in der kommenden Ratsperiode versuchen, durch Anträge eine Verbesserung der Situation zu erreichen und werben dabei insbesondere für Ampelvorrangschaltung bzw. die Zuflusssteuerung wie sie das „Bündnis für gemeinwohlorientierte Mobilität“ vorschlägt. Intelligente Verkehrslenkung und -steuerung hält durch die Digitalisierung überall Einzug. Politische Mehrheiten fürs Umsteuern müssen sich erst bei den Wahlen herausbilden.

 

3. Elektrifizierung der Busflotte:

Der Green City Plan sieht zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitgehend elektrischen Betrieb der Busflotte vor. Zur Versorgung der neuen Brennstoffzellen-Busse reicht jedoch die Kapazität des Hydrolyseurs auf dem Gelände der MVA gerade einmal für höchstens 20 – 25 Standard-Busse aus bei einer Gesamtflotte von rd. 300 Bussen. Weiterer „grüner“ Wasserstoff steht absehbar nicht zur Verfügung oder wird auch für andere Anwendungen beansprucht. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommt u.E. für weitere Elektrifizierungsschritte nur eine Ausrüstung von Hauptstreckenabschnitten mit Fahrdraht und ein (Batterie-) Obusbetrieb wie in Solingen in Frage.

 

Wird sich Ihre Partei über das Wasserstoff – Pilotprojekt hinaus für weitere Elektrifizierungsmaßnahmen im Busverkehr einsetzen und welches System sollte dabei zum Einsatz kommen?

 

Antwort:Da ich kein „Techniker“ bin kann ich diese Frage nur allgemein beantworten. Die Antriebe sollten (auch in ihrer Herstellung) weitgehend umweltverträglich, also vorrangig emissionsfrei oder –arm sein. Der Ausbau der Wasserstoff- und der Stromspeichertechnik sowie der Kapazitäten ist ein mittelfristiges Ziel nicht nur für den ÖPNV. Wenn das Ziel ein klimaneutrales Wuppertal bis 2030 sein soll, müssen alle Wege vorurteilsfrei geprüft werden gemeinsam mit Wissenschaftlern / Technikern, Bündnissen wie Mobiles Wuppertal, wsw mobil und evtl. anderen kommunalen Unternehmen.

 

4. Netzgestaltung Angebotspolitik

In zahlreichen Städten Europas existieren Konzepte, anstelle fehlender Straßen- und Stadtbahnen hochwertige Bussysteme gleicher Qualität auf ausgewählten Hauptachsen zu schaffen und dort Nachfrage zu  bündeln. Diese zeichnen sich  aus durch konsequente Beschleunigung, dichte Taktung (5,  max. 10 –Min.- Takt), hohe Zuverlässigkeit durch Busspuren und Ampel-Vorrangschaltung, sowie komfortable Fahrzeuge und Haltestellen aus.

Damit können andererseits parallele, weniger nachgefragte Relationen teilweise in flexible Bedienungsformen  z.B. die neuen On-Demand-Systeme umgewandelt werden. Auch in  Wuppertal hatte es mit  dem  CE-Netz erste Ansätze zu einem solchen Premium-Netz gegeben.

Welche Vorstellungen hat Ihre Partei  zum Ausbau des ÖPNV und einem modernisierten Busangebot?

 

Antwort:Die Verkehrswende ist Grundbaustein der Klimawende und daher für Die LINKE und mich als Oberbürgermeisterkandidat zwingend. Das Angebot der WSW-mobil muss also ausgebaut werden.

Unserer Ansicht nach fehlen Schnellbusse, die wir ja bereits einmal hatten, und sich auch bewährt haben. Legt man die Verkehrsströme des Individualverkehrs auf einer Karte zu Grunde und darüber dann die Fahrstrecken des ÖPNVs ergibt sich eben oft ein unterschiedliches Bild. Beides miteinander zu vereinbaren ist oft nicht möglich. Daher werden wir eine dichte Taktung des ÖPNV favorisieren.

Meine Fraktion hat den schrittweisen Rückbau des CE-Netzes in der Vergangenheit immer kritisiert. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Schwebebahnstopps habe ich die Einrichtung einer Umweltspur gefordert, um den Schwebebahnersatz-verkehr zu beschleunigen. Diese Sofortmaßnahme kann der Ausgangspunkt für ein neues Grundnetz schneller Verbindungen in dichter Taktfolge sein.

Den GreenCityPlan haben wir wegen seiner einseitigen Ausrichtung auf die Optimierung des motorisierten Individualverkehrs abgelehnt. Die Technische Infrastruktur dürfte aber auch den Vorrang von Bus, Rad und Fuß erlauben.

On-Demand-Systeme sind zu begrüßen, wenn sie tatsächlich das Angebot im ÖPNV verbessern und nicht den Abbau von Leistung kaschieren. Tariflich gesicherte Arbeitsplätze dürfen durch solche Systeme nicht gefährdet werden (wobei niemand den Heizer auf der E-Lok verteidigt).

1. Finanzierung des ÖPNV

Das bisherige Modell der  ÖPNV- Finanzierung ist  vor dem Hintergrund sinkender Querverbund-Erlöse des WSW-Gesamtkonzerns nicht mehr tragfähig. Mit dem Vorschlag zur Einführung eines solidarischen Bürgertickets wurde eine Möglichkeit  einer nachhaltigen Finanzierung des derzeitigen ÖPNV-Angebotes, zuzüglich  notwendiger Leistungsausweitungen aufgezeigt.

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei zur nachhaltigen, dauerhaften Finanzierung des ÖPNV ergreifen?

Antwort: In der Tat ist das Modell der Mitfinanzierung des ÖPNV über den Querverbund an seine Grenzen
gestoßen. In einigen Kommunen erproben die Verkehrsunternehmen Regelungen, wie das 365-
Tage-Ticket, welches u. a. von der SPD-Bundestagsfraktion als ein Modell in die Diskussion
eingebracht wurde. Wir gehen davon aus, dass zwischen Ihnen und uns dahingehend Konsens
besteht, dass die Finanzierung des ÖPNV, welchen wir als eine Aufgabe der Daseinsvorsorge
ansehen, allein durch die Finanzierung von Einnahmen aus Ticketverkäufen nicht finanziert
werden kann. Folglich wird die Finanzierung durch Steuern oder Gebühren erfolgen müssen.
Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass wir Sonderregelungen im Ticketangebot bei
einem Verkehrsunternehmen wie der WSW mobil GmbH, die Mitglied des VRR ist, kritisch sehen.
Von daher werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass es nach Möglichkeit zumindest eine
landesweit einheitlich Regelung geben wird, wie die Finanzierung des ÖPNV in Zukunft
ausgestaltet werden kann.

2. Döppersberg

Der neue ZOB Döppersberg verursacht  durch seine abseitige  Lage und  den  damit verbundenen umständlichen Betriebsablauf Reisezeitverlängerungen für die Fahrgäste von bis zu 10 Min. und  betriebliche Mehrkosten von  etwa 4-5 Mio.-€ jährlich, die aktuell durch verkehrlich nicht angezeigte  Leistungskürzungen an anderer Stelle erwirtschaftet werden müssen.

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um die äußerst unbefriedigende Situation für
Fahrgäste und Verkehrsbetrieb deutlich zu verbessern?

Antwort: Zunächst erinnern wir hier an einen der Hauptgründe zur Neugestaltung des Döppersbergs.
Dieser war, dass die Abwicklung des ÖPNV über den ZOB im Bereich der ehemaligen
Straßenbahnhaltepunkte am Döppersberg nicht mehr kundenorientiert darstellbar war.
Aus diesem Grund, wir verkürzen die Argumentation der besseren Lesbarkeit wegen bewusst,
wurde der neue ZOB so errichtet, dass er nicht unmittelbar in den Hauptverkehrsströmen des
motorisierten Individualverkehrs auf der Talachse gelegen ist. Diese Veränderung führt eindeutig
zu erheblichen Verbesserungen bei der Aufenthaltsqualität am ZOB und bei den
Umsteigeverbindungen. Hinzu kommt, dass bei der nun anzugehenden Neuaufstellung des
Nahverkehrsplans die veränderten betrieblichen Abläufe noch stärker zu berücksichtigen sind. Von
daher werden unserer Meinung nach die erheblichen Vorteile des neuen ZOB auch erst dann voll
wirksam, wenn die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans und seine Umsetzung erfolgt sein wird.

3. Elektrifizierung der Busflotte:

Der Green City Plan sieht zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitgehend elektrischen Betrieb der Busflotte vor. Zur Versorgung der neuen Brennstoffzellen-Busse reicht jedoch die Kapazität des Hydrolyseurs auf dem Gelände der MVA gerade einmal für höchstens 20 – 25 Standard-Busse aus bei einer Gesamtflotte von rd. 300 Bussen. Weiterer „grüner“ Wasserstoff steht absehbar nicht zur Verfügung oder wird auch für andere Anwendungen beansprucht. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommt u.E. für weitere Elektrifizierungsschritte nur eine Ausrüstung von Hauptstreckenabschnitten mit Fahrdraht und ein (Batterie-) Obusbetrieb wie in Solingen in Frage.

Wird sich Ihre Partei über das Wasserstoff – Pilotprojekt hinaus für weitere
Elektrifizierungsmaßnahmen im Busverkehr einsetzen und welches System sollte dabei zum
Einsatz kommen?

Antwort:  Welche Technologie sich letztendlich bei dem klimaschonenden oder besser klimaneutralen
Betrieb des ÖPNV durchsetzen wird, vermögen wir Stand heute nicht abzuschätzen. Das Projekt
„H2-W – Wasserstoffmobilität für Wuppertal“ verfolgen wir mit großem Interesse. Dass die
heutigen Kapazitäten zur Produktion des Wasserstoffs begrenzt sind, liegt bei der
Implementierung eines Projektes auf der Hand. Eine Erweiterung der Anlage auf Korzert ist
allerdings möglich.
Inwieweit zukünftig auch wieder das System O-Bus, wie es in Eberswalde, Esslingen und Solingen
vorhanden ist, Anwendung finden wird, würden wir mit unserer o. g. Einschätzung zu den
zukünftigen Technologien beantworten wollen. Hier merken wir auch an, dass es bei der
Implementierung andersartiger Systeme des ÖPNV an unserer Bereitschaft zur Entscheidung (vgl.
Eine Seilbahn für Wuppertal) nicht scheitern soll.

4. Netzgestaltung Angebotspolitik

In zahlreichen Städten Europas existieren Konzepte, anstelle fehlender Straßen- und Stadtbahnen hochwertige Bussysteme gleicher Qualität auf ausgewählten Hauptachsen zu schaffen und dort Nachfrage zu  bündeln. Diese zeichnen sich  aus durch konsequente Beschleunigung, dichte Taktung (5,  max. 10 –Min.- Takt), hohe Zuverlässigkeit durch Busspuren und Ampel-Vorrangschaltung, sowie komfortable Fahrzeuge und Haltestellen aus.

Damit können andererseits parallele, weniger nachgefragte Relationen teilweise in flexible Bedienungsformen  z.B. die neuen On-Demand-Systeme umgewandelt werden. Auch in  Wuppertal hatte es mit  dem  CE-Netz erste Ansätze zu einem solchen Premium-Netz gegeben.

Welche Vorstellungen hat Ihre Partei zum Ausbau des ÖPNV und einem modernisierten
Busangebot?

Antwort: Wie wir bereits angemerkt haben, werden die Ziele für die Entwicklung des ÖPNV mit der
Neuaufstellung des Nahverkehrsplans neu zu definieren sein. Wir gehen davon aus, dass sich
mobiles wuppertal in diesen kommenden Prozess mit seinem Engagement und seiner Expertise
einbringen wird. In diesem Zusammenhang, aber auch unabhängig davon, setzen wir darauf, dass
in Wuppertal möglichst bald wieder mit einer leistungsfähigen und störungsfreien Schwebebbahn
eine hervorragende ÖPNV-Verbindung zur Verfügung stehen wird. Mit dieser Strecke steht dann
auf einer der maßgeblichen ÖPNV-Strecken eine Verbindung zur Verfügung, die eine konsequente
Beschleunigung und dichte Taktung aufweisen kann. Inwieweit dann auf den weiteren
Hauptverkehrsachsen des ÖPNV in Wuppertal ein Ausbau oder eine Weiterentwicklung des CE-
Angebotes (o. ä.) erfolgen kann und soll, ist nach unserer Auffassung im Rahmen der
Nahverkehrsplanung zu diskutieren. Wie wir bereits anmerkten: An uns werden innovative und
ggf. auch mutige Entscheidungen nicht scheitern.

Was sagt die Politik zur Krise des ÖPNV?

Hier unsere Fragen an die Fraktionen im Stadtrat – Die Antworten werden wir hier veröffentlichen!

Der ÖPNV in Wuppertal steckt in der Krise.

Auf der einen Seite drücken die Corona Krise und der langfristige Ausfall der Schwebebahn die Fahrgastzahlen.  Auf der anderen Seite stehen strukturelle Schwächen. Diese verhindern, daß der Nahverkehr seiner Aufgabe als nachhaltiges und leistungsfähiges Verkehrsmittel für alle Wuppertaler:innen gerecht werden kann.

 

Vor dem Hintergrund hoher Schadstoffwerte und der Notwendigkeit, den gesamten Verkehr in der Stadt innerhalb der nächsten 30 Jahre klimaneutral gestalten zu müssen, ist der öffentliche Nahverkehr unseres Erachtens als Rückrat einer zukünftigen Mobilität anzusehen.

 

Wir in Wuppertal haben zahlreiche Möglichkeiten unseren Nahverkehr zu stärken. Einige Vorschläge hat z.B. unsere Initiative gemacht (https://mobiles-wuppertal.org/aktuelles?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=7&cHash=dfd0cd6e41f9ba521e8c70d9b6ef9516)

 

Anlässlich der anstehenden Kommunalwahl würden wir Ihnen gerne einige Fragen zu diesem Themenkomplex stellen und Ihre Antworten auch auf unserer Homepage mit den Wuppertaler:innen teilen wollen.

 

1. Finanzierung des ÖPNV

Das bisherige Modell der  ÖPNV- Finanzierung ist  vor dem Hintergrund sinkender Querverbund-Erlöse des WSW-Gesamtkonzerns nicht mehr tragfähig. Mit dem Vorschlag zur Einführung eines solidarischen Bürgertickets wurde eine Möglichkeit  einer nachhaltigen Finanzierung des derzeitigen ÖPNV-Angebotes, zuzüglich  notwendiger Leistungsausweitungen aufgezeigt.

 

Welche Maßnahmen wird Ihre Partei zur nachhaltigen dauerhaften Finanzierung des ÖPNV ergreifen?

 

2. Döppersberg

Der neue ZOB Döppersberg verursacht  durch seine abseitige  Lage und  den  damit verbundenen umständlichen Betriebsablauf Reisezeitverlängerungen für die Fahrgäste von bis zu 10 Min. und  betriebliche Mehrkosten von  etwa 4-5 Mio.-€ jährlich, die aktuell durch verkehrlich nicht angezeigte  Leistungskürzungen an anderer Stelle erwirtschaftet werden müssen.

 

Welche Maßnahmen wird Ihre  Partei ergreifen um die äußerst unbefriedigende Situation für Fahrgäste und Verkehrsbetrieb deutlich zu verbessern ?

 

3. Elektrifizierung der Busflotte:

Der Green City Plan sieht zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitgehend elektrischen Betrieb der Busflotte vor. Zur Versorgung der neuen Brennstoffzellen-Busse reicht jedoch die Kapazität des Hydrolyseurs auf dem Gelände der MVA gerade einmal für höchstens 20 – 25 Standard-Busse aus bei einer Gesamtflotte von rd. 300 Bussen. Weiterer „grüner“ Wasserstoff steht absehbar nicht zur Verfügung oder wird auch für andere Anwendungen beansprucht. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommt u.E. für weitere Elektrifizierungsschritte nur eine Ausrüstung von Hauptstreckenabschnitten mit Fahrdraht und ein (Batterie-) Obusbetrieb wie in Solingen in Frage.

 

Wird sich Ihre Partei über das Wasserstoff – Pilotprojekt hinaus für weitere Elektrifizierungsmaßnahmen im Busverkehr einsetzen und welches System sollte dabei zum Einsatz kommen?

 

4. Netzgestaltung Angebotspolitik

In zahlreichen Städten Europas existieren Konzepte, anstelle fehlender Straßen- und Stadtbahnen hochwertige Bussysteme gleicher Qualität auf ausgewählten Hauptachsen zu schaffen und dort Nachfrage zu  bündeln. Diese zeichnen sich  aus durch konsequente Beschleunigung, dichte Taktung (5,  max. 10 –Min.- Takt), hohe Zuverlässigkeit durch Busspuren und Ampel-Vorrangschaltung, sowie komfortable Fahrzeuge und Haltestellen aus.

Damit können andererseits parallele, weniger nachgefragte Relationen teilweise in flexible Bedienungsformen  z.B. die neuen On-Demand-Systeme umgewandelt werden. Auch in  Wuppertal hatte es mit  dem  CE-Netz erste Ansätze zu einem solchen Premium-Netz gegeben.

 

Welche Vorstellungen hat Ihre Partei  zum Ausbau des ÖPNV und einem modernisierten Busangebot?

Der ÖPNV verbindet alle Menschen.

Wuppertal baut den ÖPNV zu einem attraktiven, nachhaltigen und leistungsfähigen Verkehrsmittel aus.


Ziele

    

1. ÖPNV-Fahrzeuge und Fahrgäste müssen raus aus dem Stau! 

Der ÖPNV bietet einen verlässlichen Fahrplan mit attraktiven Reisezeiten, mindestens gleich schnell wie der Pkw.

 

Massnahmen:                                        

  • Beschleunigung des Busverkehrs durch Busspuren, Ampelvorrangschaltung / Zuflusssteuerung, Haltestellenumbau ; Ergebnis: Höhere Reisegeschwindigkeit => mehr Attraktivität, Einsparung von Umläufen => erhöhte Wirtschaftlichkeit
  • Schwebebahnexpress verkehrt auf eigener Busspur 

 

 Beginn mit                    

  • Busspur für den Schwebebahn Express
  •  Kreuzung Morianstraße /B7
  • Ausfahrt ZOB Flexible  Ampelschaltungen Alle Busse müssen die Kreuzung  in einer Phase überqueren  können
  • Busspur Hofkamp /Ampelschaltungen
  • Linienführung Alter Markt
  • Vorfahrtsregelung Wall/ Islandufer

 

2. Netzgestaltung Angebotspolitik

Der klassische ÖPNV mit Bussen und Bahnen konzentriert sich künftig auf ein Hauptliniennetz mit dichtem Takt (alle 5, mindestens alle 7,5 Min. von 20.00 – 24.00 Uhr alle 15 Min.) und hoher Reisegeschwindigkeit,

sowie ein Ergänzungsnetz mit flexiblen On-Demand-Systemen

Ein Vorschlag findet sich hier: https://www.buergerticket-wuppertal.de/metrobusse-und-mobilstationen

 

Massnahmen:

  • Mindestens gleiche, möglichst bessere Reisezeit als mit dem Pkw
  • Konsequente Beschleunigung, Hochwertige Haltestellenausstattung
  • Neue E-Ticketing- Systeme, keine Zeitverluste durch Fahrausweisverkauf oder – kontrollen
  • Umsteigeverbindungen durch kurze Taktung attraktiv gestalten. 
  • Neue App-gesteuerte Systeme sind in der Entwicklung, später Bedienung mit autonomen Kleinbussen o.ä.
  • Es sind Unterschiedliche Betreiber möglich, WSW, Taxi-Unternehmen, auch UBER, aber: Verbundtarif-Pflicht, Konzessionierungsverfahren,  Priorität des Nahverkehrsplans 
  • => Kein Lohndumping.
  • Klare Aufgabenzuweisung: Zubringerverkehr und Feinerschließung, keine Konkurrenzierung des Hauptnetzes

 

3. Ergänzung und Verknüpfung mit Fuß-/ und Radverkehr, Einsatz neuer Kleinfahrzeuge, Sharing Dienste.

 

Massnahmen: 

  • Einrichtung von Mobilitätsstationen, an denen das gesamte Angebot umweltfreundlicher Mobilität vorgehalten wird.
  • Tarifliche Verknüpfung aller Angebote
  • Buchbarkeit aller Angebote über eine einheitliche Plattform

 

4. Finanzierung eines hochwertigen ÖPNV langfristig sicherstellen

 

Maßnahmen:

  • Die Abhängigkeit von Querverbund-Erlösen aus der Versorgungsparte muss beendet werden.
  • Es sind neue sichere Finanzierungsquellen zu erschließen z.B das Bürgerticket, ggfs. in Kombination mit anderen Nahverkehrsabgabe
  • Diese müssen den angestrebten ÖPNV- Anteil am Verkehrsaufkommen von 35 % abdecken.

 

5. Einführung von E-Bussen:      

Maßnahmen:

  • Der Solinger Obus bleibt für uns die Vorzugsvariante des Elektrobusbetriebs, 
  • Synergieeffekte zur Nachbarstadt nutzen!
  • Der Obus ist das bisher einzige E-Bus-System, das im Bergischen Land nachweislich problemlos funktioniert
  • Mit dem System Batterieoberleitungs Bus ist eine Verkleinerung der Fahrleitungsanlage möglich.
  • =>Erst Fahrweg optimieren, dann elektrifizieren. O-Busse fahren im Metrobussystem auf eigenen Fahrtrassen  

Der Ausfall der Schwebebahn als Weckruf für den Nahverkehr

Der neuerliche und langfristige Ausfall der Schwebebahn stellt für die Wuppertaler:innen eine erneute Belastungsprobe dar.

Mit unguten Gefühlen erinnern sich viele ÖPNV-Nutzer:innen an die vollen und verspätungsgeplagten Busse des Ersatzverkehrs. Gerade jetzt in der Corona-Pandemie benötigen wir einen zuverlässigen Nahverkehr, der den Menschen genug Raum gibt, um die Kontaktbeschränkungen einzuhalten und sie schnell und sicher ans Ziel bringt.

Dazu braucht es eine durchgehende Busspur, damit die Schwebebahn-Ersatzbusse bei gleicher Taktung zügig durch das Tal kommen und Anwohner:innen nicht noch weiter durch Lärm und Abgase belastet werden. Davon würden auch die parallel verkehrenden Linien (332, 624, 611, 608, 640, SB67) profitieren.

Die stauanfällige Kaiserstraße in Vohwinkel muss vom Durchgangsverkehr befreit werden.

Anreize zum Umstieg auf den PKW wären ein fatales Signal und würden alle Bemühungen des Green City Plans und diejenigen um die Vermeidung von Diesel Fahrverboten zu Nichte machen. Daher sollte auch der geplante Ausbau des Radverkehrsangebotes beschleunigt werden. Der Ausfall der Schwebebahn wird dem Radverkehr einen noch zusätzlichen Schub geben. Für die zusätzlichen Radverkehrsmengen muss adäquat Platz geschaffen werden.

Wuppertal ist auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen. Daher ist es jetzt an de Zeit, neue Wege zu gehen, um gestärkt aus dem Schwebebahn-Desaster in die Zukunft sehen zu können. Jetzt muss ein Plan für den flächendeckenden, leistungsfähigen und beschleunigten ÖPNV in der gesamten Stadt entworfen werden. Hier sehen wir die Mitglieder und Kandidat:innen für den Stadtrat in der Pflicht sich endlich offensiv einzubringen.

Aktion am 23.05. ab 11:00 Uhr an der Adlerbrücke


Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad und schützen damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch das Klima. Doch in vielen deutschen Großstädten fehlt es an Platz für Fahrradfahrende und Fußgänger. Die neuen Abstandsregeln gegen Corona unterstreichen das. Weltweit verteilen Städte daher in der Pandemie ihren Straßenraum neu. Zuletzt erklärte Brüssel seine Innenstadt zur Tempo 20 Zone, in der Fußgänger und Radfahrer den Vortritt haben. Von Mailand bis Madrid werden Radwege eingerichtet, damit sich Menschen in sicherem Abstand bewegen können.

„In Berlin wurden bereits erfolgreich Fahrspuren in Radwege umgewandelt.

Auch auf der B7 könnte durch eine solche Umwandlug eine für Radfahrer durchgängige und sichere Verbindung der Zentren von Oberbarmen, Barmen und Elberfeld geschaffen werden.“ sagt Tim-Fabian Schroeder von Greenpeace Wuppertal.

Auch Wuppertal setzt auf mehr Radverkehr. „Daher haben wir zusammen mit einem breiten Bündnis von Initiativen den Oberbürgermeister aufgefordert, zunächst einen provisorischen Radweg auf der B7 anzulegen“, sagt Christian Wolter vom Bündnis Mobiles Wuppertal.

„Gerade die aktuelle Situation bietet die einmalige Chance, eine sichere Radführung auf der B7 unverbindlich zu testen und damit auch die Nordbahntrasse, als wichtigste Ost/West-Verbindung zu entlasten.“ „Bei einem ausgedünnten ÖPNV Angebot und den gebotenen Abstandsregeln ist das Fahrrad die ideale Lösung um von A nach B zu kommen“, ergänzt Kirsten Haberer von der IG Fahrradstadt.

Mit seit Jahrzehnten stagnierenden CO2 Emissionen gerät der Verkehr mehr und mehr zum Sorgenkind der deutschen Klimapolitik. Um den CO2 Ausstoß auf den Strassen zu senken, empfahlen vergangenen Woche auch die Regierungsberater des Sachverständigenrates für Umweltfragen, Radfahrende und Fußgänger zu stärken.

„Auf der Grundlage eines provisorischen Radweges auf der B7 kann man dann eine nachhaltige Radverkehrsführung auf der Talachse planen. Die Erfahrungen aus dieser Situation kann man somit auch langfristig als Perspektive nutzen“, fordern die Initiativen.

Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit Greenpeace laden die Wuppertaler Verkehrsinitiativen unter dem Motto „Sichere Mobilität für alle – Der B7 Radweg“ Bürgerinnen und Bürger ein, auf einer geschützten Radspur an der Adlerbrücke zukunftsfähige Mobilität auszuprobieren. Die angemeldete Demonstration wird am Samstag, den 23.05.2020 ab 11:00 Uhr stattfinden.